G-Dozen V.4.00
Konzertbericht-Montag, 5.Juli 2006

Bonn-Museumsmeile:

Nach unserer Ankunft am Bonner Hauptbahnhof trafen wir sofort auf ein paar erste 50 Cent Fans. Mit ihnen zusammen haben wir uns dann mithilfe der U-Bahn zur Museumsmeile begeben. Wir dachten, da wir um 17Uhr da waren (das Konzert begann um 19Uhr), dass wir zwar ein wenig spät dran waren, jedoch nicht, dass uns eine wirklich enorme Schlange erwarten würde. Aber wir haben durchgehalten, bis wir dann um kurz vor 18Uhr endlich auf dem Platz der Museumsmeile waren. Erstaunlich waren die vielen Kinder auf diesem Konzert, doch das hat uns auch nicht weiter gestört. Dank Manuel haben wir es sogar geschafft, ca. 8-10 Meter direkt vor der Bühne einen Platz zu finden. Um kurz vor 19Uhr ging es dann auch schon los mit Mr.X And The Machine. Darunter vorzustellen hat man sich einen DJ und einen Mann mit Gitarre. Es war nicht schlecht, doch die Leute haben auf 50 gewartet. Allerdings wurde es davor noch härter: Ein Freund von Bass Sultan Hengzt erschien auf der Bühne und nach einigen Liedern erschien dann auch Bass Sultan Hengzt höchstpersönlich. Da er schon bei seinem ersten Lied ausgebuht wurde, war abzusehen, dass er nicht lange performen würde. So war es auch: Nachdem nur bei "Millionär" ein paar Leute mitgebounct haben und er selbst bei einem Freestyle ausgebuht wurde, verlies er mit seinem Freund (der nicht minder ausgebuht wurde) und seinem DJ die Bühne. Dann hieß es leider längeres Warten, bis DJ Whoo Kid endlich die Bühne betrat und die ersten bekannten Beats auflegte. Dann erschien auch 50 Cent und performte die ersten Lieder. Kurz danach kam Young Buck als Unterstützung auf die Bühne. Zwar wurden viele der großen Hits von 50 performt (In Da Club, Just A Lil' Bit, etc.), jedoch fehlte der Soundtrack zum Film komplett. Dafür wurden einige Lieder von Young Bucks Album "Straight Outta Ca$hville" performt (u.a. Shorty Wanna Ride). Auch wenn 50 sich ein klein wenig heiser anhörte, gab er jedoch alles und die Menge ging wunderbar mit. Unterstützt wurden die beiden G-Unit Mitglieder noch von den dazu passenden Musikvideos auf den beiden großen Leinwänden. Snoop Dogg's Lied "Drop It Like It's Hot" wurde als kleines Extra natürlich auch performt, während Young Buck genüsslich einen Joint rauchte. Auch ein kleiner Seitenhieb gegen The Game zwischen zwei Liedern war mit dabei. Es ging darum, dass The Game meinte, er wär der Größte und bräuchte 50 nicht mehr und jetzt verkauft 50 mit The Massacre immer noch mehr als The Game mit allen bisherigen Sachen und 50 freute sich sichtlich darüber, dass The Game sich wohl ein wenig verschätzt hat. Auch wenn der Ton insgesamt hätte lauter sein können, war die Stimmung das gesamte Konzert über einfach super, es hätte kaum besser sein können (auch wenn, verständlicherweise mehr Leute bei 50's Liedern mitsangen, als bei Young Buck's). Gegen Ende des Konzerts wurde der New Yorker Rapper auch äußerst spendabel. Während er auf früheren Deutschland Konzerten nur ein Handtuch oder eine Wasserflasche in die Menge warf, flogen diesmal neben den Handtüchern seine beiden Schuhe, sein Hemd und eine seiner goldenen Ketten, die, auch wenn sie wahrscheinlich nicht echt war, mit Sicherheit das teuerste an dem Abend war. (Leider gingen wir leer aus, auch wenn ein Schuh nur ein paar Meter neben uns gelandet ist). Dieser Spruch wird wohl öfters nach einem guten Konzert gesagt werden, aber es war viel zu kurz, denn nach ca. 1 1/4 Stunde fiel bereits der Vorhang und keiner von beiden (weder 50, noch Young Buck) gab noch eine Zugabe. Nachdem dann auch Whoo Kid seine Sachen packte und die Bühne verlies wurde es sehr schnell leer. Wir sind allerdings noch zur Bühne gegangen, um wenigstens einmal sagen zu können, dass wir in der ersten Reihe standen. Jedoch sperrte die Security sehr schnell den Bereich vor der Bühne und diese wurde dann auch abgebaut. Nachdem wir dann den Bereich der Museumsmeile verlassen haben, kauften slY und ich uns noch jeweils ein Poster und dann ging es zurück nach hause.
Auch wenn es ein paar kleinere Mankos gab (neben der Heiserkeit die kurze Spielzeit, das fehlen der Zugabe und dem etwas leisen Ton), war es trotzdem ein sehr geniales Konzert und der Eintrittspreis von 47€ hat sich auf jeden Fall gelohnt.
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