G-Dozen V.4.00



Detroit ist geprägt von einem krassen Unterschied zwischen Schwarz und Weiß, Arm und Reich. Die Trennlinie dieses Unterschiedes verläuft an der 8 Mile Road. Jimmy, alias "Bunny Rabbit" (Marshall Mathers) lebt auf der armen Seite der Straße in dem kleinen Wohnwagen seiner alkoholkranken Mutter (Kim Basinger). Zusammen mit seiner kleinen Schwester (Chloe Greenfield) versucht Jimmy, in dem von Schwarzen dominierten Viertel zu überleben. Während er tagsüber in einer Automobilfabrik arbeitet, liefert er sich nachts Rap Battles. Doch nachdem er das erste Battle klar verloren hatte sinkt sein ohnehin schwaches Selbstbewusstsein auf Null. Doch als er bei seinem Job Alex (Brittany Murphy) kennenlernt und auch, gestärkt durch seine Freunde (u.a. DeShaun Halton), neue Kraft findet, beginnt er, wieder bei Rap Battles mitzumachen. Dieses Mal mit weitaus mehr Erfolg.
"8 Mile", der zu größten Teilen autobiographisch ist, gibt einen schonungslosen Einblick in das Leben der "Ghettos" Amerikas. Es dreht sich keinesfalls alles um den Hip Hop, sondern in erster Linie um Jimmys bzw. Eminems Leben, in dem Musik einfach einen sehr großen Teil einnimmt. Auch vermittelt "8 Mile" ein besseres Verständnis für die Hintergründe der oft aggressiven und mit Fäkalausdrücken geprägten Songtexte von Eminem und anderen Rappern aus den "Ghettos" Amerikas. Es ist außerdem höchst interessant, den Werdegang eines überaus begabten Hip Hoppers mitzuverfolgen, der sich von nichts aufhalten lässt, egal was passiert.
Ein sehr empfehlenswerter Film.



Whatever You Say I Am


 
Wer denkt, hinter Anthony Bozzas Buch "Eminem - Die Biografie" versteckt sich eine richtige Eminem-Biografie mit Lebenslauf etc. liegt leider falsch. Bozza erzählt von seinen Erlebnissen, die er mit Eminem gemacht hat - vor seinem Karrierestart und als er es schon geschafft hatte. In "Whatever You Say I Am" wird viel analysiert. Bozza versucht, die Gründe für die Eminem-Mania herauszufinden, wobei er auf die Geschichte des HipHop und die wirtschaftliche wie auch soziale Situation Detroits eingeht. Wer sich weniger für HipHop im Allgemeinen interessiert, ist mit diesem Buch nicht unbedingt gut beraten, außerdem wirken die vielen Namen von Musikern, Reportern und Kritikern, sowie die vielen Zitate leicht verwirrend, was der schöne Schreibstil des Autors allerdings wieder wettmacht.
Für Referate etc. ist "Whatever You Say I Am" zwar nicht geeignet, aber als Lektüre nach "The Real Fucking Story" durchaus zu empfehlen.




The Real Fucking Story



Rob McGibbon hat es geschafft, sowohl Eminems Leben, als auch die damalige Situation in Detroit miteinander zu verbinden. Außerdem schildert er vor allem die dunklen Kapitel in Eminems Leben und Karriere besonders einfühlsam. Als kleines Extra sind in der Buchmitte einige Bilder des Rappers, seiner Familie und seiner Freunde abgebildet. Schade, dass dieses Buch gerade dort endet, wo es wirklich interessant wird: Die Gerichtsverhandlungen und die Veröffentlichung der „Eminem Show“ wurden leider nicht mehr mit eingearbeitet. „The Real Fucking Story“ ist für Eminem-Fans ein Muss und auch für Nicht-Fans empfehlenswert. Und zu dem Preis von ca. 7 Euro ein gutes Schnäppchen.
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